Auf was sollte ich beim Einkauf von Diamantschmuck achten?

 

Um gewinnbringend ein Schmuckstück kaufen zu können, sollte man sich zuerst Vertraut machen mit der Materie „Diamant“.

 Der Diamant ist ein natürliches Mineral. 

Im alten Griechenland nannte man das Mineral „adamas“, was übersetzt „der Unbezwingbare“ bedeutet.

Auf der Mohs`schen Härteskala (eine Skala zur Härtebestimmung eines Minerals wobei „10“ das härteste Mineral auf der relativen (nicht linear) ansteigenden Skala ist) ist der Diamant mit der Härte 10 das härteste Mineral unserer Erde und somit nur durch einen weiteren Diamant bearbeitbar, sprich schleifbar.

Der Diamant besteht nur aus einem einzigen Stoff, aus reinem Kohlenstoff.

 

Um einen Diamanten hinsichtlich seiner Qualität und seines Wertes richtig einschätzen zu können, ist es wichtig die sogenannten 4 C´s zu kennen:

 

1.)   CARAT 

                Unter Karat versteht man die Einheit, in der das Gewicht eines Diamanten    

                 angegeben wird. Hierbei wiegt ein Karat gleich 0,2 Gramm und entspricht 100 Punkten.

                 Demnach hat ein 20 Punkte Stein 0,2 Karat und wiegt 0,04 Gramm.

 

2.)   CLARITY  

                   Unter Claritiy versteht man zu Deutsch die Reinheit eines Diamanten.

                   Diamanten können kleinen schwarzen, bis leicht gräulichen Fremdkörper 

                   oder Kristallstörungen, sogenannte Einschlüsse oder Risse, die die

                   Reinheit beeinträchtigen, enthalten, Je weniger und je

                   kleinere Einschlüsse ein Diamant aufweist, desto wertvoller und

                   reiner ist er. Geschliffene Diamanten, die bei zehnfacher Vergrößerung

                   mit einer Lupe keine Einschlüsse erkennen lassen, nennt man Lupenrein

                   oder zu englisch internal flawless „IF“.        

                   Die Reinheitsgraduierung läuft nach folgendem Schema:

    

Kurzbezeichnung

Bedeutung

Beschreibung

fl

flawless

auch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein (keine Einschlüsse und keine äußeren Fehler erkennbar)

if

internally flawless

bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein

vvs1 / vvsi

very, very small inclusions

Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr, sehr schwer zu erkennen.

vvs2

very, very small inclusions

Einschlüsse sind auch bei zehnfacher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen.

vs1 / vsi

very small inclusions

Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung schwer zu erkennen.

vs2

very small inclusions

Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung zu erkennen.

si1

small inclusions

Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung leicht zu erkennen.

si2

small inclusions

Einschlüsse sind bei zehnfacher Vergrößerung, jedoch nicht mit bloßem Auge sehr leicht zu erkennen.

pi1

Piqué I (Pikee I)

Einschlüsse mit bloßem Auge gerade noch erkennbar, mindern die Brillanz jedoch nicht.

pi2

Piqué II (Pikee II)

Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, mindern die Brillanz schwach

pi3

Piqué III (Pikee III)

Einschlüsse mit bloßem Auge leicht erkennbar und mindern die Brillanz deutlich.

 

3.)   COLOUR

                 Unter Colour versteht man zu Deutsch die Farbe eines Diamanten.

                 Prinzipiell gilt je weißer bzw. farbloser, desto wertvoller ist ein Diamant.

                 Ausgenommen hiervon sind die sogenannten „Fancy Diamonds“.

                 Bei den fancy Diamonds unterliegt das Gesetzt je farbintensiver, desto

                 seltener und somit auch teurer ein Diamant.

                 Für die Farbgraduierung verwenden verschiedene Diamantprüflabore

                 unterschiedliche Bezeichnungen. Anbei eine kleine Übersicht, wobei D die

                 beste Farbe beschreibt.

 

  1. Hochfeines Weiß+ (River), GIA-Bezeichnung: D
  2. Hochfeines Weiß (River), GIA-Bezeichnung: E
  3. Feines Weiß+ (Top Wesselton), GIA-Bezeichnung: F
  4. Feines Weiß (Top Wesselton), GIA-Bezeichnung: G
  5. Weiß (Wesselton), GIA-Bezeichnung: H
  6. Leicht getöntes Weiß+ (Top Crystal), GIA-Bezeichnung: I
  7. Leicht getöntes Weiß (Top Crystal), GIA-Bezeichnung: J
  8. Getöntes Weiß+ (Crystal), GIA-Bezeichnung: K
  9. Getöntes Weiß (Crystal), GIA-Bezeichnung:
  10. Getönt 1 (Top Cape), GIA-Bezeichnung: M, N
  11. Getönt 2 (Cape), GIA-Bezeichnung: O

4.)   CUT 
         
          Unter Cut versteht man zu Deutsch den Schliff eines Diamanten.

          Der Diamant kann in vielen verschiedenen Formen geschliffen werden.

          Bekannteste sind hier z.B. Der Brillantschliff, Smaragdschliff, Baguetteschliff,

          Princessschiff, Kissenschliff, die Tropfenform oder auch der Navetteschliff.

          Der Schliff ist für das Feuer (Fachbegriff Dispersion) eines Diamanten

          maßgeblich, sprich Ein gut geschliffener/facettierter Diamant, gleich welcher  

          Form, reflektiert das einfallende Licht besser und lässt somit den Stein mehr

          „funkeln“. In den meisten Fällen wird ein Diamant als Brillant geschliffen, da

          dieser bei excellenter Schliffausführung über die sogenannte Totalreflexion

          verfügt, sprich alles Licht, welches in den Stein einfällt wird total aus dem Stein

          hinaus reflektiert.

          Der Schliff wird wie folgt graduiert:

 

Exzellent (engl. excellent) (≙ ideal): Außerordentliche Brillanz, keine Merkmale, beste Proportionen und Symmetrie; Licht, das in den Diamanten eintritt, wird vollkommen reflektiert; ein sehr seltener und exquisiter Schliff 
Sehr gut (engl. very good): Sehr gute Brillanz; wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale; sehr gute Proportionen und Symmetrie 
Gut (engl. good): Gute Brillanz; einige äußere Merkmale. Proportionen mit geringen Abweichungen, gute Symmetrie der Facetten 
– Mittel (engl. fair): Etwas weniger Brillanz; mehrere größere äußere Merkmale. Proportionen und Symmetrie mit größeren Abweichungen

 

Wenn Sie sich nun einen Stein zulegen wollen, ist es enorm wichtig, dass Sie einen Diamanten nicht nur aus seriöser Quelle beziehen, sonder auch, dass dieser zertifiziert ist, sprich über ein Zertifikat verfügt.

Auf der Welt gibt es viele Labore, wie auch Privatpersonen, welche Zertifikate ausstellen, jedoch nur wenige, welche auf der ganzen Welt bekannt und anerkannt sind. Hierzu zählen folgende :

GIA (Gemmological Institute of America) HRD Antwerp (Institute of Gemmology) IGI (Inernational Gemmological Instiute) DPL (Diamant Prüflabor Idar Oberstein)

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen kleinen Einblick verschaffen konnten. 
Sollten noch Fragen von Ihrer Seite aus sein, stehen wir Ihnen jederzeit per Email zur Verfügung.

 

 

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